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Sonntag, 11. Oktober 2020

Wandertag

Jetzt habe ich es doch noch ein zweites Mal diese Saison zum Schleppen nach Wallertheim zur Windenschleppgemeinschaft RheinHessen geschafft. Und vielleicht geht es dieses Jahr nochmal. Wobei es heute knapp war. Um 9:00 Uhr heute morgen war noch keine Ankündigung zu sehen, dass geschleppt werden sollte.
Ich hatte schon mehr oder weniger das Fahrrad gesattelt und 9:30 Uhr nur zufällig nochmal in die Doodle-Liste geschaut. Da stand dann doch die Ankündigung, dass um 12:00 Uhr Treffen an der Autobahnunterführung A61 wäre. Ein paar Minuten später wäre ich weg gewesen, aber so habe ich natürlich wieder umdisponiert und bin hingefahren.
Wir waren nur 7 Flieger vor Ort und zuerst unschlüssig, ob die Strecke O-W von der Autobahnunterführung aus oder lieber die S-N von Flonheim aus genommen werden sollte. Die Prognosen haben zwischen W-NW und SW-W geschwankt. Zwar standen die Windräder eher auf NW, aber da wir schon an der Autobahnunterführung standen, haben wir Richtung West geschleppt.
Ich hab den zweiten Flug des Tages gemacht und trotz etwas Querwind, ging es ganz gut am Seil. Über dem kleinen Wäldchen konnte ich eindrehen und mich eine Weile mit Nullschiebern halten.

Nach der Landung habe ich dann eine Weile das Schleppauto gefahren, um zu meinem zweiten Flug rauszugehen, nachdem der Rest auch einmal durch war.

Ich hatte schon am vorherigen Flieger gesehen, dass es um die Zeit ganz gut hoch ging. Aber leider kam der Wind ziemlich quer. 

Bei meinem Start ging es von Anfang an sehr ruppig und schnell nach oben und wie ich später erfahren habe, wurde an der Winde der Zug auf nur 60 Kilo runtergenommen und mein Schirm hätte immer noch deutlich hinter mir gehangen.
Je höher ich gekommen bin, desto mehr kam der Wind quer. Als es dann nur noch gebockt hat und der Wind 90 Grad um die Ecke kam, habe ich ausgeklinkt und in Richtung des vorher gestarteten Fliegers abgedreht - der fast schon über Flonheim Position bezogen hatte.

Aber es war zu der Zeit wirklich unerwartet turbulent. Um die Jahreszeit gibt es das wirklich nicht oft. Ich hatte böse meinen Schaff in der Luft und dabei gar nicht so richtig mitbekommen, wie weit ich vom Start- und Landeplatz weggeweht wurde bzw. wie hoch/tief ich genau war.
Ich hatte zwar die Autobahnunterführung immer  im Augenwinkel behalten, aber als mir aufgefallen ist, dass es die falsche Unterführung war, bin ich schon in ein Loch geflogen und nur noch runter gegangen. Ich hatte keine Chance mehr, gegen den Wind wieder zurückzukommen.

Was im Grunde auch nicht schlimm ist. Ich bin halt gut 1,5 Kilometer von dem Start- und Landeplatz runter. Nur dummerweise hatte ich meinen Packsack nicht mit dabei und mit der ganzen Ausrüstung auf dem Buckel bzw. unter dem Arm ist das dann schon ein gewisser Weg. Zumal ich gesundheitlich ein bisschen angeschlagen bin. Das war also heute bei Flug Nummer 2 "Fly & Walk" statt "Walk & Fly".
Mir hat es deshalb nach den zwei Flügen gelangt, aber durch den Querwind waren die folgenden Flüge der anderen Flieger heute auch etwas schwierig. Meine beiden Flüge haben damit heute zu den etwas längeren gezählt, wenngleich mir der zweite Flug definitiv zu bockig war. Das hätte ich Mitte Oktober und bei den Prognosen im Vorfeld heute nicht erwartet.

Samstag, 19. September 2020

Erste Flüge in 2020 an der Abrollwinde

 

Nachdem mir die Windprognosen für Singhofen heute sowohl von der Richtung als auch Stärke nicht geheuer waren und zudem sowieso zu wenige Leute zusammen kamen, bin ich endlich mal wieder nach Wallertheim zur Windenschleppgemeinschaft RheinHessen. Da habe ich es dieses Jahr noch gar nicht hin geschafft (ich bin dieses Jahr sowieso ausschließlich bisher in Singhofen an der Winde geflogen) und eigentlich bin ich da immer sehr gerne gewesen. Das Gelände liegt tiefer wie Singhofen und zudem etwas südlicher. Zudem kann man da bei Ostwind fliegen. Also bin ich um 11:00 Uhr dagewesen und es gab heute vor Ort dann über den Tag auch in der Tat schöne Schleppbedingungen.
Ich habe gleich als Dummy den Eröffnungsflug des Tages gemacht, der gar nicht schlecht war. Wobei ich mich erst ein wenig an die Abrollwinde gewöhnen musste. Das Gelände mit den Windrädern rund herum tut ein Übriges, dass die Sache erst einmal wieder recht spannend war.
Heute waren ziemlich viele Flieger samt Drachen vor Ort und so kam ich bis 16:00 Uhr auch nur noch auf einen weiteren Flug. Was aber nicht schlimm ist, denn ich bin mit der Prämisse hingefahren, dass ich 1 oder 2 Flüge machen wollte. Die restliche Zeit gab es als Startleiter oder Fahrer der Schleppautos genug zu tun. Der Betrieb einer Abrollwinde ist immer mit viel mehr personellem Aufwand verbunden als bei einer stationären Winde mit Motor.
Insgesamt war es wieder sehr schön da und ich hoffe, dass es dieses Jahr für mich nochmal da klappt.

Sonntag, 13. September 2020

Und das Gleiche nochmal

Heute war es eine Gewissensentscheidung, ob ich zur Windgemeinschaft RheinHessen nach Wallertheim oder zu meinem Verein nach Singhofen gehen sollte.
Da ich gestern schon in Singhofen war, habe ich eigentlich zu Wallertheim tendiert. Aber nachdem gestern Abend nicht so richtig klar war, wo und wann da geschleppt wird und in Singhofen wieder um 8:00 Uhr begonnen werden sollte, habe ich mich entschlossen, wieder zu meinem Verein zu fahren. Vor allen Dingen, weil es Nachmittags wieder brutal heiss werden sollte, wollte ich mich nicht auf den Äckern in Wallertheim braten lassen. In dem Kessel aus Äckern bretzelt die Sonne ohne irgendwelchen Schatten nochmal heftiger als in Singhofen. Letztendlich haben sie dort sich auch erst um 11:30 Uhr getroffen und sind damit voll in die Mittagshitze gegangen.



Dennoch bin ich nicht sicher, ob ich nicht lieber hätte dahin gehen sollen. Denn es war in Singhofen extrem voll. Und zudem gab es von Seiten der Flugschule Diskussionen, warum denn auch Freiflieger da wären. Das hatten wir früher schon einmal und kehrt die Sachlage um. Nicht wir Freiflieger sind zu Gast, sondern die Flugschule beim Verein. Das muss in Zukunft dringend sauber kommuniziert werden und die Flugschule sollte auch nicht unbegrenzt Schüler sowie Tandempiloten zu einem gemeinsamen Termin schicken können.
Obwohl ich beim ersten Flugpaar dabei und den Flugtag eröffnet habe, kam ich bis 12:00 Uhr wieder nur auf 3 Flüge und für den vierten Flug hätte ich mindestens noch bis 14:00 Uhr gewartet, weil sich irgendwann Tandems immer wieder zwischen die wartenden Flieger geschoben haben. Ich habe mir die Zeit zwischen den Flügen mit dem Quad vertrieben, denn Seile mussten ja auch geholt werden. Das hat auch mal wieder Spaß gemacht, aber letztendlich ist es so voll und in der Sonne so knackig geworden, dass ich gegen 13:00 Uhr heim bin.
War heute also zwar kein ergiebiger, aber auch  kein schlechter Flugtag. Immerhin drei weitere Flüge auf dem Jahreskonto. Nur die Kombination zwischen Freifliegern aus dem Verein auf der einen Seite und kommerziellen Interessen auf der anderen Seite klappt nicht, wie ich es mir wünschen würde.

Samstag, 12. September 2020

Kurs und Freiflieger

Die letzte Zeit kam ich einfach nicht in die Luft. Urlaub mit der Familie, Bedingungen, die mir zu heftig erschienen, Arbeit und dann auch noch unerwartete Sperren von Flughängen. Aber das Wochenende sollte es mal wieder sein.

Im Vorfeld gab es bereits ziemlich viel Aktion. Sowohl die Windengemeinschaft Rheinhessen als auch mein eigener Verein haben Schlepptermine angesetzt. An beiden Tagen des Wochenendes. Und dann kam noch die Diskussion auf, ob wir nicht mal wieder Handschlepps machen sollten.

Vor allen Dingen die Sache mit Handschlepps wurde zu einem richtigen Fass. Zig Gelände wurden vorgeschlagen, mehrere Leute haben Interesse gezeigt. Und dann ist die Sache doch ins Leere gelaufen.

Aber nachdem die Windenschleppgemeinschaft sowieso nur Sonntag schleppen wollte, habe ich mich dafür entschieden, zu meinem eigenen Verein zum Schleppen nach Singhofen zu gehen. Da wurde schon um 8:00 Uhr angefangen, weil ein Kurs in Kombination mit Freifliegern geschleppt werden sollte. Da ich in den Prognosen ab 14:00Uhr bei einigen Wettermodellen Böen mit bis zu 22 Knoten (zudem aus West - also quer zur Bahn) gesehen habe, habe ich sowieso geplant, nur bis dann zu bleiben und dann weiter zum Handschlepp zu gehen.

Die Sache hat sich zwischenzeitlich zwar erledigt, aber in der Tat sind die Prognosen eingetroffen und so gegen 13:30 Uhr ist der Wind stark aufgefrischt. Es gab Dustdevil und manchen Flieger konnten kaum den Schirm noch auf dem Boden halten. Zwischenzeitlich hatten einzelne Schirme auch keine Vorwärtsfahrt in der Luft mehr.Für die Flugschüler wurde es definitiv zu viel, aber selbst die Tandempiloten sind zu der Zeit dann am Boden geblieben. Ich habe dann zusammengepackt und bin heim.
Bis dahin hatte ich 3 Flüge, die zwar nicht sonderlich lang, aber schön waren. Damit war ich zufrieden. Wobei es sich bei über 12 Flugschülern, 4 - 5 Freifliegern und dann noch 2 - 3 Tandempiloten gewaltig zieht.

Ich war bei dem ersten Schlepp gegen 8:45 Uhr dabei, der nächste war so gegen 10:15 Uhr und dann nochmal gegen 12.30 Uhr.

Wenn ein Kurs dabei ist, muss man sowas aber einkalkulieren. Und die letzten Male kam das Schleppen nur mit Vereinsfliegern gar nicht zustande, was noch blöder ist. Mal sehen, ob ich morgen nochmal dahin oder nach Wallertheim fahre oder gar nichts mache. Bin noch unentschieden.
 

Dienstag, 21. Juli 2020

Manchmal fängst du den Bären, manchmal fängt er dich ...

... und manchmal geht die Sache unentschieden aus. So wie heute. Wobei eigentlich fast alles wie gesstern war. Ich war wegen der recht knackigen Vorhersagen und der biegenden Bäume vor dem Haus lange unentschieden, ob ich an den Hang in MF fahren sollte und letztendlich haben mich Statusmeldungen vom Hang überzeugt, doch hinzugehen. Also habe ich wie gestern meine  Videoaufnahmen für LinkedIn Learning unterbrochen und war wie gestern gegen 16:30 Uhr am Hang. Auch wieder mit der Hoffnung darauf, dass die Bedingungen am Abend ruhiger und dennoch gut fliegbar werden.Vor Ort hat es sich aber schnell gezeigt, dass es heute noch bockiger als gestern war und ich habe noch vorsichtiger als gestern auf der unteren Wiese angefangen.
Es war heute viel voller als gestern und einige Piloten sind bei den bockigen Bedingungen geflogen und teils ziemlich hoch gekommen. Ich habe aber erst in der Abendphase so richtig angefangen von Hüpfern auf richtige Versuche umzustellen, nur leider war die Abendsession heute nicht ganz zu gut wie gestern. Aber zumindest nicht schlecht und ein bisschen was vom Kuchen habe ich mir dann doch abgeschnitten. Zudem - immerhin habe ich an den letzten 4 Tagen 3 Flugtage hinbekommen. So eine Serie liegt bei mir schon ewig zurück.

Montag, 20. Juli 2020

Erst für mich zu bockig, aber dann genial

Ich war heute lange unentschieden, ob ich an den Hang in MF gehen sollte. Die Richtung sah im Vorfeld gut aus, aber einige Prognosen haben Böen bis 40 km/h vorhergesagt. Und nach meinen Erfahrungen der letzten Zeit wird es bei den Prognosen am Hang auch heftig. Nach längerer Diskussion in WhatsApp kamen dann die ersten Statusmeldungen vom Hang und die haben mich überzeugt, meine Videoaufnahmen zu unterbrechen und es zu riskieren. Da ich im Moment für LinkedIn Learning in meinem Zweitbüro (Corona-bedingt) in Eppstein Schulungsvideos aufzeichne, war ich ja sowieso schon auf der halben Strecke.
Und da ich darauf spekuliert habe, dass die Bedingungen am Abend ruhiger werden, bin ich so an den Hang gefahren, dass ich etwa 16:30 Uhr da war. Nur vom Parkplatz aus war schon zu sehen, dass es wirklich heftig am Hang war. Ein Schirm stand total hoch über dem Hang und zwei Leute waren sogar weggeflogen, wie ich dann erfahren habe. Es waren wirklich sehr sportliche Bedingungen und teils richtig bockig. Ich bin erst einmal nur ganz vorsichtig ganz unten auf der Wiese rumgehüpft.
Aber glücklicher Weise wurden die Bedingungen so gegen 18:00 Uhr wirklich etwas ruhiger. Zwar immer noch starkwindig und thermisch, aber die Böcke gingen so langsam zurück. Gegen 18:30 Uhr sind die Bedingungen dann auf "genial" gekippt. Darauf hatte ich gehofft und dieses Mal wurden die Hoffnungen voll erfüllt. Man konnte überall am Hang starten und es hat überall getragen. Es war nicht notwendig von oben zu starten, denn auch von der unteren Wiese konnte man Höhe machen.
Einmal bin ich zwar von oben gestartet, aber es war ob des starken und etwas seitlichen Winds absolut diffiziel, da oben wegzukommen. Soweit ich es mitbekommen habe, ist auch kein anderer Flieger heute (erfolgreich - ein paar Abbrüche gab es) von oben weggekommen.
Aber wie gesagt - es musste auch nicht sein, weil man wirklich überall starten konnte. Als ich um 20:00 Uhr eingepackt habe, konnte man immer noch fliegen - auch wir wenn mittlerweile nur noch drei Piloten am Hang waren. Die Abendsession von 18:30 Uhr - 20:00 Uhr war auf jeden Fall mein diesjähiges Fliegerhighlight bisher.

Samstag, 18. Juli 2020

Dreieinhalb

Das war heute gar kein schlechter Flugtag in Singhofen. Angekündigt war 100% Bewölkung und schwacher Wind, aber vor Ort kam immer wieder die Sonne durch und es ging thermisch teils recht anspruchsvoll. Von ziemlich langen und hohen Flügen bis zu reinen Abgleitern war heute alles dabei. Nur leider hat die Grundwindrichtung mehrfach gewechselt und wir musste gleich 2x die Winde umstellen.
Als ich ankam, war gerade die Diskussion im Gange, wo die Winde aufgebaut werden sollte. Der Wind kam schwach, aber komplett quer. Als die Entscheidung gefallen war und wir uns fertig gemacht hatten, ist der Wind komplett auf Rückenwind gedreht. Ich habe dennoch den Flugtag eröffnet und nach einem Startabbruch kam ich trotz Rückenwind in die Luft. Nur leider hatte ich einen Überwurf mit dem verbleibenden Seil und nach gut der halben Schleppstrecke wurde der Schlepp abgebrochen. Den Versuch kann ich also irgendwie nur als halben Flug werten.
Wir haben dann die Winde umgestellt und im ersten Paar von der Seite habe ich dann gleich auch meinen zweiten Flug gemacht. Der war kein Burner, aber ganz ok. Danach bin ich erstmal längere Zeit zum Startleiter mutiert. Und leider ging es heute ziemlich zäh mit der Schleppfrequenz. Obwohl Seile da waren, waren die Piloten oft nicht fertig. Dann kamen noch ein paar Probleme mit den Seilen bzw. der Winde dazu und letztendlich mussten wir wegen gedrehtem Wind die Winde wieder umstellen.
Von daher hat es geraume Zeit bis zu meinem dritten Flug gedauert und der war dann auch nur ein verlängerter Abgleiter.
Aber der vierte Versuch hatte es dann in sich. Nicht wirklich lang, aber ziemlich thermisch und recht hoch. Dazu bekam ich im Landeanflug auch noch eine ziemliche Böe auf er linken Flügelseite ab, die mich gewaltig ins Pendeln gebracht hat. In einer anderen Höhe hätte das böse ausgehen können, aber so konnte ich die Geschichte noch gut abfangen.
Alles in allem war mein 3. Schlepptag in 2020 aber der bisher schönste Schlepptag. Hat mal wieder Spaß gemacht.

Samstag, 11. Juli 2020

Ablösung

Im Prinzip war heute sowohl in Singhofen als auch Wallertheim Schleppen angesetzt, aber es haben sich bei beiden Veranstaltungen so gut wie keine Flieger angemeldet. Ich hatte mich auch für den Hang entschieden und selbst mit meiner Anmeldung wäre in beiden Fällen die Mindestbesetzung noch lange nicht erreicht gewesen. An mir lag es also nicht und ich wollte wie gesagt heute auch lieber an den Hang.
So kurz nach 12:30 Uhr war ich am MFK.Die Prognosen haben fast alle schwachen N - NW vorgesagt und auch die Windräder auf der Fahrt zum Hang sind nur in Zeitlupe gelaufen. Nur Ventusky hatte sogar recht sportliche Bedingungen vorhergesagt - und absolut Recht behalten.
Es war teils ziemlich böig mit knackigen Ablösungen. Zwar so gut wie kein Grundwind, aber die Ablösungen haben teils wirklich heftig durchgezogen. Und dementsprechend war auch keine konstante Windrichtung vorhanden. Von West bis NO hat es immer wieder gewechselt. War daher recht anspruchsvoll zum Fliegen und ich bin auch nicht groß über einige Hüpfer rausgekommen. Irgendwie scheinen die Tage mit kräftigen Bedingungen über die letzten Jahre immer mehr zu werden. Ich habe das Gefühl, dass der Klimawandel die Fliegerei immer schwieriger macht. Zumindest kann ich mich nicht entsinnen, dass es zu meiner Anfangszeit so oft knackige Bedingungen gab wie die letzten 2 - 3 Jahre. Aber vielleicht täusche ich mich ja auch ...

Montag, 22. Juni 2020

Weniger wie erwartet

Das versprach heute eigentlich gute Bedingungen für dem MFK. Aber vor Ort war der Wind leider zu westlich. Ein paar kleinere Hüpfer und etwas Spielen waren drin, mehr aber leider nicht. Auch die sonst übliche Umkehrthermik am Abend ist ausgeblieben.

Samstag, 20. Juni 2020

Winde 2020 - second shot

Heute kamen die nächsten zwei Windenflüge 2020 dazu. Mühsam ernährt sich das Eichhorn. Zumal es wegen diesem Schleppwochenende ein ziemliches Hin- und Her gab und auch noch gibt. Für Samstag war von meinem Verein ursprünglich in Singhofen Schleppen für einen Windenkurs angesetzt - aber Freiflieger konnten dazu kommen. Für Sonntag sollten dann nur Freiflieger geschleppt werden. Ich habe mich für Samstag angemeldet, weil parallel die Windenschleppgemeinschaft Rheinhessen auch beide Tage angeboten, dann aber den Samstag aus organisatorischen Gründen gestrichen hat. Und da will ich auch mal wieder hin.
Mein Plan für das Wochenende war damit, dass ich am Samstag zu meinem Verein nach Singhofen und am Sonntag nach Wallertheim gehe, wenn denn das Wetter passt. Aber die Sache hat sich dann doch geändert. Denn der Windenkurs wurde von Samstag auf Sonntag umgelegt. Samstag also nur Freiflieger mit der Begründung, dass die Bedingungen für Flugschüler am Samstag zu schlecht, dafür am Sonntag besser würden. Freiflieger würden den Samstag aber fliegen können. Das habe ich aus den Prognosen nicht gelesen, aber es hat gestimmt.
Der Wind in Singhofen kam heute komplett quer zu Bahn. Ich habe gegen 10:30 Uhr den Flugtag eröffnet und es ging zu der Zeit trotzdem recht bequem am Seil zu fliegen. Auch mein zweiter Flug war noch ok, aber der Querwind hat dann zugenommen. Ich bin nach dem zweiten Flug nicht mehr gestartet und auch die anderen Flieger - bis auf einen - entweder gar nicht oder auch nur 2x. So gegen 13:00 Uhr haben wir abgebrochen, denn einmal kamen schwarze Wolken auf uns zu und ob des Querwindes war die Begeisterung gering. Bei nur 5 Fliegern hatten die Windenfahrer dann ein Ende angeregt. 
Als ich wieder zuhause war, sind bei mir im Hof auch heftige Böen durchgezogen (obwohl komplett geschützt) und auf Facebook habe ich mitbekommen, dass das Schleppen in Dauborn wegen zu heftiger Böen kurz nach unserem Schleppende auch abgebrochen wurde - und da hat der Wind direkt auf der Bahn gestanden.
Morgen werde ich wohl nicht nach Wallertheim gehen, denn mittlerweile sieht es für Montag gut für den Hang aus. 3 Tage hintereinander zu Fliegen ist mir im Moment etwas zuviel. Und so ganz sicher bin ich mir nicht, ob nicht morgen auch wieder ziemlich Wind ansteht. Mal sehen ...

Samstag, 13. Juni 2020

Endlich die Schleppsaison 2020 begonnen

Heute war ich in Singhofen bei meinem Verein zum Schleppen. Es ist unfassbar, wie lange ich nicht mehr an der Winde geflogen bin. Am  10. Nov 2019  gab es meinen letzten Versuch, bei dem ich als Dummy in Singhofen in einer kombinierten Sache mit einer Flugschulung und Freifliegern getestet hatte, ob der Windenfahrer in dem Nebel den Piloten überhaupt sehen kann. Was damals bei einer Höhe von vielleicht 50 Metern nicht mehr der Fall war und mein Dummyflug als auch der gesamte Tag ob der Nebelsuppe abgebrochen wurde. Das war damals also mehr ein Hüpfer über vielleicht 300 Meter als ein Flug.
Ich muss also bis zum 24. Oktober 2019 und meinen einzigen Flugtag 2019 in Neu-Anspach zurückgehen. Damit sind das fast 8 Monate her - der Winterpause und vor allen dem Corona-Lockdown sei "Dank". Zwar war ich zwischenzeitlich doch noch einige Male am Hang (vor allen Dingen vor dem Corona-Lockdown), aber dennoch habe ich 2020 Flugpausen wie noch nie in meiner Fliegerzeit.
Dabei hätte ich vor zwei Wochen als auch vor allen Dingen gestern schon in Wallertheim bei der Schleppgemeinschaft Rheinhessen fliegen können, aber die Bedingungen schienen mir im Vorfeld zu heftig. Und auf den Messstationen in der Nähe habe ich dann auch Böen bis zu 39 km/h gesehen. Das war mir zum Wiedereinstieg am Seil definitiv zu viel. Also durchaus eine gute Entscheidung gewesen, bis heute mit dem Wiederbeginn zu warten.
Da heute aber auch für Nachmittag labile Luft bis hin zu Unwettern vorausgesagt waren, habe ich auf einen frühen Beginn hingewirkt. 9:00 Uhr war ich auf dem Flugplatz und nachdem die Winde in Richtung Nordwind gestellt wurde, habe ich gleich ausgelegt. Dummerweise hat der Wind aber gedreht und als ich startbereit war, sollte die Winde gedreht werden. Ich habe dennoch mit Rückenwind dem Flug mitgenommen und konnte im 2. Versuch mit viel Laufen die Geschichte sogar in die Luft bekommen. Dann ging es und ich habe damit den ersten "offiziellen" Schlepp der GFT dieses Jahr gemacht (davor waren nur Schulungsflüge). Aber Drehen der Winde war definitiv sinnvoll und nachdem das zweite Seil eingeholt war, haben wir den restlichen Tag Richtung Süden geschleppt.
Ich habe noch zwei weitere Flüge gemacht, die gar nicht schlecht, wenngleich recht ruhig waren. Aber zum Einfliegen perfekt und jetzt sollte ich sowohl am Hang als auch der Winde wieder justiert sein. Dennoch - das Jahr 2020 wird kein erfolgreiches Flugjahr. Wenn ich sonst im Jahr mindestens 30 Schlepps und manchmal sogar an die 50 Flüge an der Winde hinbekommen habe - das wird dieses Jahr kaum machbar sein. Dafür ist zu viel Zeit im Corona-Lockdown vergangen.
Aber der Tag war zum Einstieg wie gesagt gut. Auch wenn es bedeckt war und sogar hin und wieder leicht geregnet hat. Aber die Bedingungen waren besser als die Unwetterwarnungen erwarten ließen.

Mittwoch, 20. Mai 2020

Kurzsession

Nachdem ich gestern gekniffen habe, bin ich heute an dem MFK. Gestern hatte der große Kopf Böen mit 37 Km/h gemeldet und auch am Hang sollte es bis 20:00 Uhr immer wieder Böen in der Stärke geben. Das war mir zu viel, wenngleich ich später gesehen habe, dass ein paar Flieger nach 18:00 Uhr ziemlich gut geflogen sind. Aber so hart brauche ich es nicht. Heute war es moderater angekündigt - auch wenn die Diskussion in WhatsApp Überentwicklung und zuviel Ost ins Spiel gebracht haben.
Ich musste sowieso nach Eppstein was schaffen und wollte danach dann an den Hang. Aber direkt vor Eppstein war die B455 voll gesperrt. Also umgedreht und erst weiter an den Hang. War eine gute Entscheidung, denn es gab ganz gute Bedingungen zum Handlen und auch für kleinere Flüge. Zwar mit etwas zu viel West (!) drin, aber damit konnte man umgehen. Wir waren erst nur zu 2., aber nach und nach kamen noch ein paar mehr Flieger, während der Wind dann in der Tat auf NO gedreht und auch nachgelassen hat. Gegen 16:00 Uhr bin ich weg, um meine Arbeit nachzuholen und ich denke, dass die Bedingungen danahc auch eher mauer wurden.

Freitag, 15. Mai 2020

Endlich raus dem elenden Corona-Lockdown

Wir haben Mitte Mai und am 7. Februar war ich das letzte Mal in der Luft. Nicht einmal eine Geschäftsreise mit dem Flieger hat Airtime verschafft, da alle Videoaufnahmen, die sonst in Graz laufen, wegen Corona auf remote umgestellt wurde.. Über 4 Monate gegrounded - und fast die gesamte Zeit wegen dem elenden Corona-Lock-out. Ich kann mich nicht entsinnen, dass ich in meiner gesamten "Fliegerkarriere" schon einmal so eine lange Auszeit hatte.
Aber endlich sind die Beschränkungen etwas gelockert und man darf wieder fliegen. Zwar ist Schleppbetrieb noch immer fast unmöglich, aber an den Hang kann man wenigstens. Die letzten Tage gab es schon eine Möglichkeit in Reichenbach, aber da war mir die Anfahrt ob der vorhergesagten Bedingungen zu weit - trotz der ewig langen Pause. Aber heute waren gute Bedingungen angesagt für MFK, ich hatte Zeit und musste sowieso noch in Eppstein geschäftlich was erledigen (also schon den halben Weg deshalb zu fahren).
15:00 Uhr war ich am Hang und es wurde über den Nachmittag richtig, richtig voll. Vielleicht 20 Piloten. Die üblichen Verdächtigen, aber auch eine ganze Reihe an neuen Gesichtern. Aber das verläuft sich an dem Hang und in der Luft kommt man selten unter die Corona-Mindestabstandsgrenze von 1,5 Metern.  Man merkt auch an dem Andrang, wie  ausgehungert wir alle sind.
Der Wind war vor Ort recht schwach (ganz im Gegensatz zu den Anzeichen mit den Fahnen auf dem Hinweg) und kam unstetig aus NO - NW. Dazu haben die Ablösungen immer wieder ganz schöne Böen durchgejagt. Das war alles andere als perfekt und nicht so ganz ohne. Da die lange Pause meine Fliegerfähigkeiten eingerostet hat, wollte ich sowieso erst einmal mich wieder einfliegen und handlen. Das ist eine Sache für die untere Wiese. Die Masse der Flieger ist ebenso unten auf die Wiese gegangen und von da gestartet. Ich bin da bis ca 19:00 Uhr geblieben und bis dahin  nicht einmal von oben gestartet.
Ich habe mich definitiv am Anfang nicht mehr sicher gefühlt. Zumal die Böen einen auch von unten gut hochgebombt haben - 1x bin ich so Richtung Kopf ganz gut auf Höhe aufgestiegen. Solche Bedingungen sind nicht mein Ding - ich will kontrolliert in die Luft und nicht Böen die Entscheidung übergeben. Aber so gegen 19:00 Uhr wurde es ruhiger. Nicht schwächer vom Wind - im Gegenteil. Aber keine Böen mehr und dann bin ich auch wieder von oben gestartet.
Die Phase wurde dann sogar richtig super. Geniale Lichtverhältnisse, guter Wind und trotzdem safe. So liebe ich das.
Die letzten 1,5 Stunden waren dann wirklich toll. So macht mir das Fliegen einfach genialen Spaß. Davor war auch nicht in dem Sinn schlecht. Denn ich konnte wieder mit dem Schirm in Übung zu kommen. Alles in Allem hat der Abschluss aber daraus erst einen klasse Flugtag gemacht, der erst mit dem Sunset beendet wurde.

Samstag, 7. März 2020

Wieder flugfähig

Rettung und Schirm sind wieder da. Also im Prinzip bin ich wieder flugbereit. Nur das Wetter passt nicht wirklich. Und mein Auftrag in Graz übernächste Woche wurde gerade wegen des Coronavirus gecancelt. Komme also auch nicht mit dem Jet die nächsten Tage in die Luft.

Onlinetraining mit Ralph Steyer

Onlinetraining mit Ralph Steyer
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