Übersetzen

Sonntag, 30. April 2023

Eisenhanteln


Heute war ich das erste Mal am Eisenbaum bei Flörsheim zum Groundhandlen. Ich kenne das Gebiet -  aber nur vom gelegentlichen Vorbeifahren mit dem Fahrrad.

Die Wiese direkt am Eisenbaum wird häufiger zum Groundhandlen genutzt. Da es von mir aus dahin recht nahe ist, wollte ich sie unbedingt mal ausprobieren. Das hatte ich schon häufiger vor, hatte aber noch nie geklappt. Doch heute musste ich einfach mal mit dem Schirm raus - das Wetter war zu gut angesagt, um den Tag nicht zumindest ein wenig zu nutzen. Zwar war heute auch die Eröffnung der Schleppsaison in Wallertheim und mehrere Piloten des DGLC sind nach Arnoldshain.


Aber ich bin seit Wochen gesundheitlich angeschlagen, musste gestern ab 5:00 Uhr morgens bis nach 18:00 Uhr körperlich arbeiten (was ich wirklich nicht täglich mache) und war deshalb ziemlich müde, bin durch weniges Fliegen die letzte Zeit aus der Übung und brauche mal wieder Praxis im Schirmhandlen sowie zudem fand ich die Prognosen mit Böen bis zu 35 km/h sowohl für die Winde als auch Arnoldshain zu heftig. Zumal die Richtung m.E. für Arnoldshain nicht wirklich gut war.

So wurde es um 11:00 Uhr die Wiese am Eisenbaum.

Es ist landschaftlich schön da, wenngleich total flach und man ist wirklich auf reines Groundhandling beschränkt. Selbst kurzes Abheben ist fast unmöglich, außer es hebt einen bei einer Böe aus. Aber Fliegen sollte man da sowieso nicht, denn die Wiese liegt direkt in der Einflugschneise des Flughafens FFM. Heute war N-O-Wind und die Flieger sind teils im Minutentakt zur Landung in vielleicht 300 Meter Höhe über die Wiese weg. 

Der Wind war beim Handlen stärker als gedacht und die schöne Sonne hatte auch thermische Wirkung. Deshalb wurden wir selbst da beim Handlen teils ausgehoben. Dennoch hat es ziemlich Spass gemacht, wobei mir gegen 13:00 Uhr am Gurtzeug eine Öse abgegangen ist und ich eingepackt habe. Die zwei Stunden Groundhandlen hatten mir aber sowieso genügt und das abgegangene Teil (Öse von der Halterung der Rettung) habe ich schon wieder repariert. War gut, dass das beim Handlen und nicht beim wirklichen Fliegen passiert war. Vor allen Dingen habe ich die Befestigung auf dem Weg gleich nachgebessert und nun wohl eine deutlich bessere Lösung gefunden.


Samstag, 18. März 2023

Endlich mal wieder

Ich kann mich eigentlich bald nicht mehr als Gleitschirmflieger bezeichnen. So wenig habe ich die letzten Monate mit dem Schirm gemacht. :-(

Von schlechtem Wetter über gesperrte Hänge hin zu - für mich - ungewöhnlich vielen gesundheitlichen Problemen hat eigentlich immer irgendwas im Weg gestanden. Seit Ende Oktober genau 2x Airtime gehabt - und die war auch nur sehr sparsam. Wenn ich Hin- und Rückflug trenne, war ich doppelt so oft mit dem Flieger auf Geschäftsreise in der Luft. Gestern waren schon einige Leute in Reichenbach am Hang, aber zu der Zeit war ich auf dem Rückflug von Graz  oberhalb der Alpen.

Auch Airtime, aber mittlerweile so gewöhnlich für mich, dass ich fast die ganze Zeit mein Buch gelesen habe. 

Aber heute bin ich endlich mal wieder nach Reichenbach. 11:00 Uhr war ich trotz immer noch angeschlagener Gesundheit am Hang und zu dem Zeitpunkt war erst ein Flieger oben. Im Laufe des Tages hat der wohl ersten Frühlingstag des Jahres aber zwischen 15 - 20 Flieger an den Hang gelockt. Sogar mehrere Wettkampfflieger. Keine Ahnung, was die an dem Spielhang wollten. 

Wobei die Bedingungen heute gar nicht so schlecht waren. Ein paar Flüge waren heute gar nicht so übel für den Hang. Ich habe es heute ruhig angehen lassen, da ich wie gesagt immer noch angeschlagen bin. 


Aber dennoch recht oft den Hang runter und wieder hochgelaufen. Das Hochlaufen war vor allen Dingen ein guter Test, ob ich langsam wieder auf den Damm komme und das war ganz beruhigend.
Trotzdem habe ich gegen 14:00 Uhr eingepackt, um es nicht zu übertreiben. Zu der Zeit ging es von den Bedingungen ähnlich wie den ganzen Tag, obwohl zu der Zeit die Wolken reingezogen sind und - was ich später in der Webcam gesehen habe - die Pausen zwischen guten Phasen wohl länger waren als zu der Zeit, in der ich da war. Aber ingesamt ging es wohl bis 16:00 Uhr.
Aber ich war zufrieden, den Schirm endlich mal wieder ausgepackt und etwas Praxis bekommen zu haben, bevor ich etwa wieder an die Winde gehe oder an echten Flughängen starte.

Dienstag, 3. Januar 2023

Anspringen 2023

Nachdem ich erst nächste Woche mit meinen Schulungen im neuen Jahr anfange, habe ich die Woche noch Zeit und den heutigen Tag zum Anspringen des Jahres genutzt. Ich sage bewusst nicht "Anfliegen", denn es waren heute nur kleinere Hüpfer und etwas Groundhandling in Reichenbach. Aber immerhin kam etwas Luft in die Tüte, was derzeit kaum noch der Fall ist. 

Im Gegensatz zu früher scheint in der Fliegerszene wenig Interesse zu bestehen, solche raren Möglichkeiten auszunutzen. Ich erinnere ich mich noch an Jahre, da waren bei der kleinsten Chance 5 oder 6 Flieger am Hang. Die Zeiten scheinen vorbei zu sein.

Freitag, 23. Dezember 2022

In die Luft geht es im Moment nur noch im Flieger :-(

Es ist jedes Jahr ähnlich - um die Jahreszeit geht es fast nur noch mit dem Flieger in die Luft - was in 2021 wegen Corona aber weggebrochen war. Dieser Winter ist jedoch aus anderen Gründen definitiv schlechter als es früher war, denn sonst war ich um den Jahreswechsel häufiger am MFK. Leider gibt es immer noch keine Informationen, ob man da wieder hin darf. Aber als "Trost" ist das Wetter im Moment sowieso zu mies. Nach 2 Jahren der Coronapause bin ich gegen Ende dieses Jahres aber 2x geschäftlich mit dem Flieger verreist. Was zumindest wieder mal einen Blick von oben auf die Welt ermöglicht hat.

  


Es ging letzte Woche endlich einmal wieder nach Graz zu Videoaufnahmen bei LinkedIn Learning. Auch wenn ich die Strecke in den letzten 15 Jahren gut 40x geflogen bin, war durch Corona eine lange Lücke, seit ich das letzte Mal da war (Januar 2020). 

Doch bevor es am Flughafen FFM losging, musste der Flieger erst noch enteist werden - auch wenn wir schon an der Startbahn gewesen waren. Und diese eisigen Bedingungen hatten auch noch Konsequenzen.  

Denn die ganze Woche sind in FFM als auch München ständig Flüge ausgefallen und der gesamte Flugverkehr ist durcheinander gekommen (auch in Graz). Als ich am Freitagnachmittag in Graz am Flughafen gesessen habe, kam erst die Meldung, dass der Flug verspätet wäre. Und dann, dass der Flug ausfällt und an dem Tag nichts mehr geht. Ich wurde auf Samstag 6:10 Uhr umgebucht. Um rechtzeigtig am frühen Morgen am Gate zu sein, habe ich vom Hotel für 4:50 Uhr ein Taxi zum Flughafen bestellen lassen. 

Was kam am morgen nicht? Damit hatte der Tag elend früh und dazu mit einem riesigen Stress angefangen, denn es hat 20 Minuten gedauert, bis überhaupt jemand bei irgendeiner Taxizentrale zu erreichen war. Statt entspannt kam ich gestresst und genervt kurz vor dem Boarding erst am Flughafen an. Um dann auf der Anzeigetafel zu sehen, dass der Flieger nach Frankfurt ausfällt! Auf den zweiten Blick hatte ich erst gesehen, dass es der nächste Flieger war. In FFM meldete bahn.de Störungen auf der Strecke vom Flughafen nach Mainz. Zumindest das ist zuverlässig. Ich hatte keinen Bock mehr und habe ein Taxi genommen.

Dienstag, 25. Oktober 2022

Ein bisschen Airtime

Mit Klauen und Zähnen hatte ich das ganze Jahr diese Woche gegen geschäftliche Termine verteidigt, um da frei zu haben. Das war - außer im Sommer - die einzige Woche, in der ich keine Schulungstermine annehmen musste. Die anderen Wochen über den gesamten Spätsommer bzw. Herbst waren alle schon von Beginn des Jahres mit einzelnen Tagen aus längeren Schulungsserien zumindest teilweise blockiert. Oder ich hatte die restlichen Wochen für andere Jobs eingeplant. Aber eine Woche wollte ich mir freihalten, um vielleicht einen Flugurlaub oder zumindest einen anderen Urlaub möglich zu machen. Das hat sich jedoch - wieder einmal - zerschlagen, aber zumindest habe die Woche wirklich halbwegs freihalten können.
Zumindest habe ich keine festen Termine. Und wenn es schon wieder kein Flugurlaub wurde, gab es heute Nachmittag ein klein bisschen Airtime in Reichenbach. Wir waren mit 4 Schirmen vor Ort. So richtig gut ging es zwar nicht, aber auch nicht sooo schlecht. Ich habe einige gute Ablösungen am Start erwischt und wurde mehrfach recht gut hochgehoben. Aber schon wenig unter dem Startplatz hat es kaum noch getragen. Entgegen der Prognosen, die zum Teil kräftigen Wind vorhergesagt hatten, war der Wind eher moderat und Thermik gab es auch kaum. 
Und selbst wenn ich oben am Start gut hochgehoben wurde, wurde weiter unten der Wind sehr schwach und dafür der Schirm exterm schnell. Zumindest habe ich es so empfunden, denn beim Landen musste man schon auslaufen statt sanft aufzusetzen. Aber insgesamt habe ich in den 2,5 Stunden einige kleinere Flüge gemacht und es war kein Fehler, heute an den Hang zu gehen.
Ein Fehler war es aber, dass wir das Schleppen in Singhofen letztes Wochenende zu frühzeitig abgesagt hatten. Denn am Sonntag gab es wunderbare Bedingungen für das Windenfliegen, die wir damit verzockt hatten. Ich hoffe, dass es am kommenden Wochenende nochmal mit der Winde klappt. Denn ich habe dieses Jahr so wenig Windenflüge wie noch nie seit meinem Windenschein gehabt und die Chancen dieses Jahr schwinden von Woche zu Woche.

Freitag, 7. Oktober 2022

Naja

Das hätte heute besser, aber auch schlechter sein können. Ich habe mich für morgen zum Schleppen in Singhofen angemeldet, aber wegen der wirklich nicht optimalen Prognosen wurde die Sache vorhin abgesagt. Eventuell kommt am Sonntag das Schleppen in Wallertheim zustande, aber da habe ich mich schon für ein Sportfest im Rasenkraftsport gemeldet. Ob es danach zeitlich/körperlich langt, da noch hinzugehen, zweifle ich etwas an. Wobei Wallertheim auf dem Rückweg liegen würde.

Anyway - heute war der einzige Tag der Woche, an dem es für mich richtig gepasst hat und deshalb bin ich wieder nach Reichenbach. Schöne Sonne war angesagt und auch vorhanden und der Wind sollte aus Süd +/- kommen. Vor Ort war es allerdings sehr schwachwindig. Nur einmal wurde der Wind richtig kräftig und zu der Zeit hatte ich meinen Schirm dermaßen verdreht, dass ich gut 10 Minuten zum Entwirren gebraucht und die Phase damit verpasst habe. 

Dennoch - im 2. Flug hatte ich bereits eine schöne Ablösung erwischt, die mich deutlich über die Kronen der Bäume gehoben hat. Allerdings musste ich dann ganz runter fliegen, denn der Wind hat nicht gereicht, um quer zu soaren. Auch zum Hochhandlen war zu wenig Wind, was die Sache ziemlich anstrengend gemacht hat. Immerhin bin ich gut 10x oder sogar etwas mehr geflogen und wieder hochgegangen. 

Am Anfang war ich gut eine Stunde alleine am Hang. Dann kam in der 2. Stunde aber noch ein Flieger, der jedoch gar nicht ausgepackt hat. Aber für mich waren die Bedingungen gut genug und ich konnte vor allen Dingen noch eine Neuerung an dem neuen Gurtzeug testen. Ich habe den alten Beinstrecker montiert und damit komme ich viel leichter und  schneller ins Gurtzeug. Zum Fliegen brauche ich ihn mit dem neuen Gurtzeug wohl nicht mehr so oft, aber beim Start geht es so viel bequemer und sicherer.

Freitag, 30. September 2022

Feierabendspielereien mit Praxistest vom neuen Gurtzeug

Das war heute mal wieder ein Lichtblick in meinem sonst ziemlich trüben Flugjahr. Ich konnte halbwegs frühzeitig Feierabend machen und da ich heute in Eppstein gearbeitet hatte, war ich so gegen 15:30 Uhr in Reichenbach am Hang. Es waren zu der Zeit schon 4 Flieger vor Ort und der Wind stand gut an. Mit passender Richtung und guter Windstärke.
Da ich mein neues Gurtzeug noch nicht wirklich lange getestet hatte, bin ich erst einmal vorsichtig an die Sache rangegangen. Die neuen Einstellungen sind aber bedeutend besser als bei meinem bisher einzigen Flug mit dem neuen Gurtzeug vor 2,5 Wochen - auch in Reichenbach. Ich kippe zwar immer noch beim Start etwas nach hinten, aber meine Flugposition ist jetzt richtig gut. Mir war es sehr wichtig, dass ich das erst einmal noch am Hang teste, bevor ich damit an die Winde gehe.
Nach ein paar Versuchen habe ich mich an die neue Kombination auch gewöhnt und ein paar wirklich nette, kleine Flüge. Für den Hang ging es heute sogar recht hoch und der Wind war durchgängig stark genug, um sich vom Schirm den Hang hochziehen zu lassen. Gegen 18:00 Uhr bin ich dann nach Hause gefahren, aber zwei Flieger sind wohl noch eine gute Stunde weiter aktiv gewesen.
Das hat heute also mal wieder richtig Spass gemacht. Der Feierabendtripp hat sich gelohnt. Das war dieses Jahr bisher leider viel zu selten der Fall.
 

Montag, 19. September 2022

Fliegen in der Büchse

Es ist schon interessant, wie ich im Moment zu Airtime komme. Wenig Gleitschirm, aber dafür G-Force-Simulator und jetzt mal wieder mit dem Jet. Wobei - es ist über 2,5 Jahre her, seit ich das letzte Mal geschäftlich auf Tour war - mit Ausnahme von ein paar Wochen in Marburg über den letzten Jahreswechsel und da bin ich sicher nicht geflogen. Aber jetzt bin ich mal wieder von Frankfurt mit dem Flieger nach Hamburg - für eine Woche zur Schulung von Fachinformatikern. Ich muss gestehen, dass mich ein bisschen die Flugscham drückt, denn im Grunde bin ich überhaupt nicht dafür, dass innerhalb von Deutschland mit dem Flieger gereist wird. Nur ist die Anreise mit dem Auto derzeit über die A7 katastrophal und die Zugverbindungen nach HH sind auch nicht wirklich gut. Zumal es immer irgendwelche Probleme gibt, wenn ich geschäftlich den Zug nutze.
Also habe ich mich für den Flieger entschieden, was auch nicht teuerer als der Zug ist - wahrscheinlich sogar billiger. Ich habe zwar versucht, den Kurs auf remote umzubiegen, aber der Kunde hat darauf bestanden, dass ich nach Hamburg komme. In Zukunft werde ich das nach Kräften vermeiden, aber in der Tat habe ich mich gefreut, mal wieder in die Luft zu kommen. Auch wenn es nur mit der Stahlröhre mit den Flügeln ist. 

Freitag, 16. September 2022

Einstellungssache

Nachdem meine Einstellungsversuche des neuen Gurtzeugs am letzten Montag direkt am Hang nicht sonderlich erfolgreich waren, habe ich mir eine Aufhängungsmöglichkeit gebastelt und dort mit den Einstellungsmöglichkeiten experimentiert.

Ich denke, dass ich eine ganz gute Position gefunden habe, bei der die Rückenlehne merklich gerader gestellt wird als es in der Einstellung war, mit der ich den ersten Flug gemacht hatte. Da war ich nach dem Start komplett noch hinten gekippt, was mir gar nicht gefallen hat.

Ich muss die Einstellungen natürlich noch beim wirklichen Fliegen testen, aber mein "Simulator" sollte schon recht realistisch meine Flugposition abbilden. Dennoch hoffe ich, dass ich vor dem ersten Einsatz an der Winde nochmal am Hang zum Testen komme.

Montag, 12. September 2022

Gurtzeugtest


Ich hatte heute Zeit, das Wetter war super, ich musste sowieso beruflich in den Taunus und der Wind sollte moderat aus SW-SO kommen. Also perfekte Voraussetzungen, um mein neues Gurtzeug in Reichenbach zu testen. 

Aber Theorie in Praxis stimmen nicht immer überein. 

Als ich am Hang ankam, standen 7 Sonnen am Himmel und der Wind direkt auf dem Hang. Also Schirm und Gurtzeug eingerichtet. um erst einmal einen vorsichtigen Hüpfer zu machen, wie die Geschichte zusammenpasst. Nur wurde ich bei dem Hüpfer doch gut hochgehoben, denn von wegen "moderat" und "schwachwindig" - es war ziemlich thermisch. Und das Gurtzeug wirklich noch nicht gut eingestellt, denn ich hatte ziemliche Rücklage. Kann man machen, muss ich aber nicht haben. Das ist nicht so ganz meine Position, die ich haben will. Ich habe nach dem Flug noch das Gurtzeug etwas verstellt, aber da ganz schöne Böcke den Hang hochkamen, nur noch kleine Hüpfer gemacht. So richtig bin ich mir also noch nicht sicher, ob ich das Gurtzeug jetzt passend eingestellt habe. Noch blöder - mir ist beim Handeln die Rettung rausgefallen und mir ist nicht klar, ober meine Konstruktion, die ich am Gurtzeug ergänzt habe, so nicht ok ist oder ich einfach aus Versehen am Rettungsgriff hängengeblieben bin (was ich vermute). Glücklicherweise war die Rettung nicht entfaltet und ich konnte sie problemlos wieder eintüten und einbauen. 

Aber beide Probleme muss ich erst nochmal genauer untersuchen, bevor ich etwa mit dem neuen Gurtzeug an die Winde gehe. So gesehen war ich ziemlich angefressen, denn die beiden Fragen wollte ich eigentlich heute geklärt haben.

Sonntag, 11. September 2022

"Neues" Gurtzeug

Gestern kam mein neues Gurtzeug an - ein WW Haska. Mein bisheriges Gurtzeug hat einfach nicht mehr gepasst und da es sowieso von 2010 war, war auch die Grenze schon überschritten, wo man das Gurtzeug tauschen soll.

Allerdings habe ich mir kein neues Gurtzeug geholt, sondern ein gebrauchtes auf ebay Kleinanzeigen. Das ist zwar ein Risiko. Zumal ich es nur auf Bildern gesehen habe. Aber die Bilder waren sehr detailliert und der Eindruck war, dass es kaum genutzt wurde. Ich habe es jetzt "live" begutachtet und der Eindruck hat sich bestätigt. Nur die Schlaufen zun Fixierung der Pins beim Einbau des Retters haben gefehlt, aber das konnte ich leicht ergänzen. Außer einem etwas verblassten Schriftzug deutet nichts darauf hin, dass das ein gebrauchtes Gurtzeug ist. Natürlich ist das Fertigungsdatum älter, aber ich gehe davon aus, dass ich damit noch 3 - 5 Jahre auf jeden Fall fliegen kann. Dann sehe ich weiter. Und der Preis war wirklich gut, dass es sich auf jeden Fall rechnet, wenn ich die Zeit es nutzen kann. Mein altes Gurtzeug werde ich entweder behalten, um es zum Dünenfliegen zu nutzen (sofern ich das endlich mal wieder mache) oder zu so einem Zweck dann selbst auf eBay stellen.

Ich hätte im Grunde auch ein anderes Gurtzeug (gerne auch ein neues) genommen, aber ich habe nicht die Zeit und Möglichkeiten, verschiedene Gurtzeuge unter halbwegs realistischen Bedingungen zu testen. 
Ein Woody Walley Haska XL konnte ich aber beim G-Force-Training letzte Woche testen und es hatte perfekt gepasst. Da es sich aber um ein Modell handelt, dass es schon länger gibt, habe ich nur ganz wenige Neuangebote gefunden und auch deren Fertigungsdatum sollte schon ein paar Jahre her sein. Dafür waren die Preisvorstellungen für das Gurtzeug dann viel zu hoch. Wobei die Preise für neue Gurtzeuge insgesamt im Moment mir ziemlich heftig erscheinen.

Egal - ich werde das Gurtzeug hoffentlich bald ausprobieren können und mir wohl auch noch Seitenprotektoren besorgen, wenn die aufzutreiben sind. 

Dienstag, 6. September 2022

Ultrakurzes Feierabend-Handling

Ich habe heute eine Schulung aus meinem Zweitbüro gehalten und war deshalb sowieso im Taunus. Also hatte ich den Plan, nach der Schulung noch ein bisschen in Reichenbach was zu machen. Ich war da schon gefühlt eine Ewigkeit nicht mehr und komme sowieso kaum noch in die Luft. Also wollte ich die Chance nutzen, obwohl sich über den Nachmittag bereits die Überentwicklung abgezeichnet hat. 

Wir waren dennoch am späten Nachmittag am Hand und haben unserer Glück versucht. Auch wenn es in der Gegend bereits leicht getröpfelt hat. Die Hoffnung war, dass der Regen vorbeizieht und eventuell feucht werdende Schirme wieder trockengeflogen werden können. Aber manchmal fängt man den Bären, manchmal fängt er dich. Nach etwas Handlen und einem kurzen Hüpfer wurde der Regen stärker und wir haben eingepackt. Jetzt hängt der Schirm in der Halle zum Trocknen. Das war heute einer der kürzesten Aktivitäten am Hang ever - aber die Tüte war zumindest an der Luft und im Moment tut mir auch eine halbe Stunde Handlen wirklich gut, um nicht komplett aus der Übung zu kommen. Letztes Jahr dachte ich, dass es flugtechnisch nicht mehr weniger werden konnte und siehe da - dieses Jahr ist noch mieser :-(.
 

Sonntag, 4. September 2022

G-Force


Auch wenn es heute kein Fliegen am Schirm war, war das doch ein Fliegen - nur der anderen Art. Was dennoch in die Richtung Gleitschirmfliegen ging. Im wahrsten Sinn des Wortes, denn es ging um das Üben einer Steilspirale bzw. das Erfahren der dort auftretenden Kräfte an einem Simulator. Mein einer Verein hatte ein G-Force-Training in Aßlar organisiert. Dort wurde ein transportabler G-Trainer aufgebaut und von Freitag bis Sonntag waren wir mit gut 30 Fliegern vor Ort - verteilt auf 3 Gruppen und ich war heute dran.
So ganz billig ist das "Vergnügen" nicht gewesen, aber eine sehr interessante Erfahrung. Zumindest für mich, der noch nie eine echte Steilspirale geflogen ist. Jetzt habe ich zumindest gefühlt, was da auf mich ggf. zukommt und welche G-Kräfte da entstehen. Über den Tag wurde die Beschleunigung sukzessive gesteigert und am Ende war das System auf 7 G offen geschaltet. Aber da man die Beschleunigung über die Bremsen selbst steuern konnte, konnte jeder selbst entscheiden, wie weit er geht. Ziel war das Ein- und Ausleiten der Steilspirale und das Erfahren, wie der Körper unter zunehmenden G-Kräften reagiert.
Ich bin nicht an die 7 G herangegangen, sondern habe es bei maximal 5,5 G belassen. Wobei ich mich schon bei dem 2. Versuch mit 4 G unwohl gefühlt habe. Beim 5. Durchgang habe ich das Gurtzeug gewechselt und das war ein Unterschied wie Tag und Nacht. Mein Gurtzeug passt einfach nicht (mehr) für mich. Ich habe keine Ahnung, woran das liegt, denn soviel zugenommen habe ich nicht und die ersten Jahre kam ich wunderbar damit zurecht. Aber die letzten 2 - 3 Jahre hardere ich schon mit dem Gurtzeug und die Erfahrung heute war eindeutig. Mit dem anderen Gurtzeug wäre ich auch über die 5,5 G hinausgegangen, aber da war die Zentrifuge auf den Wert abgeriegelt. Böse war ich deshalb aber nicht, denn die vorherigen Versuche hatten schon geschlaucht. Nach der Dreherei war mir jedesmal leicht über und schwindlig und - man wird ja alt - ich habe immer eine gute Stunde gebraucht, bis ich für den neuen Versuch wieder fit war. Solange war aber auch die Zeit, bis man wieder dran war. Das hat gut gepasst, wobei manche Flieger sogar einzelne Durchgänge ausgelassen haben, um sich länger zu erholen. Beim 6. Durchlauf haben wir noch den Griff an den Retter unter G-Kräften geübt (auch wichtig) und ebenso, ob man mit der anderen Hand den Retter erreichen kann. Bei meinem Gurtzeug unmöglich, was ein weiteres Argument ist, dass ich schleunigst das Gurtzeug wechseln muss. Meine Karabiner ohnehin und damit mache ich die nächsten Tage Nägel mit Köpfen. Zumal mir das andere Gurtzeug - von dem Trainer - perfekt gepasst hat. Von der Größe und Geometrie und da ich es in der Zertifuge testen konnten, kann ich gut beurteilen, dass das für mich taugt. Allerdings hat es nur einen Luftprotektor und da bin ich nicht ganz sicher. Aber es gibt ein Modell mit der gleichen Geometrie wohl auch mit Schaumstoffprotektor. Ich gehe nachher mal auf die Suche. Ich bin nicht ganz sicher, ob "Spass gemacht" die richtige Beschreibung für den Tag ist, aber sehr lehrreich, aufschlussreich, spannend und interessant auf jeden Fall. Es hat sich also gelohnt, den Schwindel und die leichte Übelkeit in Kauf zu nehmen. Auch wenn ich vermutlich dennoch nie eine Steilspirale fliegen werde, wenn ich es vermeiden kann.

Freitag, 12. August 2022

Fast

Man könnte meinen, ich hätte den Blog stilgelegt. Aber Fakt ist - es gab nichts zu schreiben. :-(

Auf der einen Seite habe ich viel beruflich zu tun, aber das war auch früher der Fall und ich bin dennoch immer wieder in die Luft gekommen. Die gesperrten Hänge sind ein wichtiges Kriterium, aber ich habe auch den Eindruck, dass durch den Klimawandel die Bedingungen von Jahr zu Jahr heftiger werden. Mir war das die letzte Zeit öfters nicht geheuer - auch wenn andere fliegen waren.

Für morgen habe ich mich aber mal wieder zum Schleppen angemeldet. In Singhofen hat eine Flugschule Schleppen angesetzt, dass mein Verein dann abwickelt und Freiflieger können dazu. Wir wären nur 2 FF gewesen und ich hätte wohl hauptsächlich das Quad gefahren. Aber vor ein paar Minuten hat die Flugschule die Angelegenheit abgesagt. Ich hatte kurz vorher die Messwerte am Platz geschaut und Böen mit 44 Km/h von Ost (also auch noch ziemlich quer zur Strecke) gesehen. Morgen sollte es ähnlich werden und die Absage ist unvermeidbar gewesen.

Aber es ist schon verdammt blöd, dass ich einfach nicht zum Fliegen komme im Moment :-(.

Samstag, 2. Juli 2022

Unergiebig

Die Flugtage der letzten Wochen und Monate waren bei mir irgendwie nicht so die Bringer - von Ausnahmen abgesehen. Ich merke deutlich, dass meine beiden Lieblingshänge (Reichenbach und MF) aus unterschiedlichen Gründen nicht verfügbar sind. Dadurch komme ich insgesamt weniger an den Hang, aber bei den verbleibenden Flugtagen ist dann zudem oft der Wurm drin. Heute auch wieder. 

Es sah eigentlich von den Prognosen sehr gut für Eschbach aus. Perfekte Richtung und guter, aber nicht zu starker Wind waren vorhergesagt. Nur als ich zwischen 10:30 - 11:00 Uhr am Hang ankam, hat es da ziemlich heftig gekachelt. Gegen 10 Uhr war da aber noch fast Windstille. Die Vermutung geht dahin, dass die Bedingungen rein thermisch waren und sich ein Kaltluftsee in dem Usinger Kessel gebildet hatte, den um die Zeit die Sonne dann zur Ablösung gebracht hat. Es hatte am Vortag sowohl geregnet und die Temperaturen waren da gut 10 Grad niedriger. Das würde die allgemein schwächeren Windprognosen versus der kräftigen Bedingungen vor Ort erklären. Und das Nachlassen des Windes nach einiger Zeit. 

Ich habe erst einmal gar nicht ausgepackt und längere Zeit mit mir gerungen, ob ich nicht gleich wieder fahren sollte. Aber da es nach etwa 1,5 Stunden mit der Windstärke nachgelassen hat, habe ich doch noch mein Glück versucht. Der Wind hatte aber mittlerweile recht weit auf Süd gedreht und zudem nicht  mehr richtig getragen. Nur wenn eine thermische Ablösung kam (die waren weiterhin nicht ohne), ging es mal kurz hoch. 

Ich kam deshalb heute nur auf 2 kleine Flüge, was wirklich wenig ergiebig ist. Aber naja - auf dem Rückweg konnte ich - bei den aktuellen Preisen zumindest - billig tanken, ich hatte Zeit und war mal wieder am Hang sowieso im Wald. Außerdem macht Kleinvieh auch Mist. 

Dennoch - ich muss meine Strategie überdenken, ob ich in Zukunft nicht lieber am späteren Nachmittag oder frühen Abend an ein paar der Hänge gehe, wenn die Bedingungen laminarer werden. Über die Mittagszeit bockt es mir meist Zuviel. Ist aber auch eine Frage, wann ich Zeit habe. Ich hoffe mal, dass das Jahr aber noch besser wird. 

Donnerstag, 23. Juni 2022

Zu heiß

Ich war heute kurz in Eschbach am Hang. Aber es war verdammt heiß, dazu doch bockiger als ich erwartet habe und zudem hatte ich Probleme mit den Pollen und Gräsern. Eine gute Stunde habe ich rumgeturnt und dann bin ich wieder weg vom Hang.

Samstag, 11. Juni 2022

KH-Spielereien

Nachdem das Wochenende sowohl in Singhofen als auch Wallertheim keinen Windenfahrer verfügbar sind, war heute der Hang angesagt. Nur ist auch das schwierig im Moment, denn meine beiden Lieblingshänge sind derzeit gesperrt . Der eine sogar bei Herbst/Winter, aber da hätte die Richtung sowieso nicht gepasst. Nur für Reichenbach wäre es heute gut gewesen, denke ich. Da das Gras aber noch nicht gemäht ist, geht da im Moment leider nix. Deshalb bin ich heute in die Ecke von Bad Kreuznach. Dort habe ich eine Jahreskarte für 5 Hänge, die ich so gut wie nie nutze. Aber heute waren davon 2 Hänge durchaus eine Option. Zuerst bin ich nach Weiler, aber da war niemand, soweit ich von unten erkennen konnte. Und der Wind sah recht schwach aus. Deshalb bin ich nach Auen weiter, was ja nur wenige Kilometer entfernt ist. Diese Entscheidung war aber nicht so gut, denke ich, auch wenn es letztendlich mal wieder gut war, überhaupt an einen Hang zu kommen.
   
Denn in Auen kam der Wind ziemlich von der Seite (überwiegend West mit Tendenz sogar auf NW) und war auch zudem total schwach. Ich bin dennoch da geblieben, da ich den Hang landschaftlich ziemlich schön finde und halt schon mal da war. Er ist so ein bisschen wie Reichenbach. Landschaftlich vielleicht sogar noch schöner, aber zum Spielen nicht ganz so gut. Zum Spielen ist er ein bisschen zu steil und zum Fliegen zu klein. Aber schlecht ist der Hang nicht - nicht falsch verstehen. Man kann durchaus was machen. 
 Als ich ankam, war die Flugschule, die den Hang gepachtet hat, mit einem Kurs da. Ich habe mich etwas entfernt von denen auf die Lauer nach einer Ablösung und Wind von vorne gelegt. Tatsächlich kamen solche Bedingungen gelegentlich vorbei, aber zu mehr als 4 Hüpfern (von denen man einen mit etwas guten Willen auch als Flug bezeichnen kann) hat es dann doch nicht gelangt. Und beim letzten Flug bin ich ganz gut vom Hang weggestiegen, um dann aber von hinten eine Walze zu bekommen, die mich ziemlich schnell auf den Boden gedrückt hat. Wenn der Wind in Auen nicht direkt von vorne kommt, kann der Hang schon bockig werden. Sowas habe ich beim ersten und einzigen Mal, wo ich vorher schon mal da geflogen war, auch bemerkt. In Weiler hatte zwischenzeitlich der Wind zugenommen und es waren wohl auch Flieger da. Das wäre also vermutlich die bessere Wahl gewesen, aber durch eine Radtour am Morgen und das Hanghochsteigen in Auen bei der brutalen Hitze und Sonne war ich zu fertig, um nochmal nach Weiler rüberzugehen. Grundsätzlich ziehe ich die Hänge im Taunus vor, aber es ist schon gut, eine Alternative zu haben.

Samstag, 4. Juni 2022

Labile Sache

Über Pfingsten sahen die langfristigen Flugprognosen eher schlecht aus. Nur für den Samstag habe ich die Chancen nicht schlecht eingeschätzt und mich auch in der Gruppe der GFT dafür ausgesprochen, einen Schlepptag zu versuchen. Um 11:00 Uhr haben wir angefangen und ich - wie meistens - den 1. Flug des Tages als Dummy gemacht. Der Wind war moderat, leichte Thermik und zu dem Zeitpunkt war es auch noch etwas bedeckt. Aber auch für den Samstag war bei einigen Vorhersagen Regen prognostiziert bis hin zu Gewittern und lokalem Starkregen. Das hat mich doch ein bisschen beunruhigt, da sich nach meinem ersten Flug Richtung Wiesbaden als auch Richtung Rhein dunkle Wolken mit Türmen gebildet haben. Dazu wurde es schwül, die Luft labil und Mücken sind in großer Anzahl bodennah umhergeschwirrt. Alles sah nach einer kommenden Überentwicklung aus. Aber irgendwie kamen die dunklen Wolken nicht näher und auch in der Ferne haben die Türme keinen Hammer ausgebildet, sondern sich nach einer Weile immer wieder aufgelöst. Dazu ist wieder erwarten die Sonne durchgekommen, was ich am Ende des Tages an einem Sonnenbrand merken musste.
Mein 2. Flug war dann recht thermisch (vor allen Dingen schon am Seil) und zu dem Zeitpunkt war ich immer noch in Sorge wegen einer Überentwicklung. Aber wie gesagt - ist alles harmlos geblieben und im Laufe des Tages wurden die Bedingungen wohl noch safer, was ich nachträglich in unserer WhatsApp-Gruppe von Leuten gehört habe, die in der Gegend wohnen. Denn so gegen 14:30 - 15:00 Uhr bin ich gegangen und der Rest war entweder auch schon weg oder wollte einpacken, soweit ich das mitbekommen habe.  

 

Ich habe heute also nur 2 Flüge, bin aber zwischenzeitlich eine ganze Weile das Quad zum Zurückholen der Seile gefahren. Das hatte ich auch schon einige Zeit nicht mehr gemacht und das macht auch immer mal wieder Laune.
Auf der Rückfahrt habe ich dann bei Bad Schwallbach in den schattigen Ecken der Straße gesehen, dass wir ziemliches Glück mit dem Wetter hatten, denn da war die Straße ziemlich nass und es muss Einiges runtergekommen sein. Das hätte auch leicht die paar Kilometer zu unserem Fluggebiet rüberziehen können. Allerdings könnte ich bei einer anderen Sache Pech gehabt haben - ich finde mein kleines SkyBean-Vario nicht mehr. Ich hatte es nach meinem 2. Flug in der Hand und dachte eigentlich, dass ich es ins Auto gelegt oder in die Tasche gesteckt hätte. Nur wenn es dumm gelaufen ist, ist es mir bei den Autos runtergefallen :-(. Wäre blöd, denn das Teilchen war noch ziemlich neu. Aber vielleicht findet es sich auch wieder.

Sonntag, 8. Mai 2022

Tricky Wetterbedingungen, aber schöne 2 Flüge

 

Heute war ich wieder beim Schleppen in Singhofen und mit zwei gar nicht so schlechten Flügen recht zufrieden. Insbesondere der 2. Flug war gut. Sehr gute Ausklinkhöhe, dann auch weiter Steigen und ich bin bis rüber zum Dorf geflogen. Da ging es aber abwärts und  ich habe mich zurück zum Flugplatz gemacht. Der Raps steht im Moment hoch und vorher hatte bereits ein anderer Flieger eine Landung im Rapsfeld. Denn der Wind war recht kräftig, was zum Einen heute die Thermik etwas verblasen hat, zum Anderen es aber auch schwierig machte, gegen den Wind voranzukommen.

Das hatte ich aber auch erwartet, denn nach meinem Prognosen war der Wind nicht gerade schwach angekündigt und es wurde zudem ab 12:00 Uhr eine zunehmende Regenwahrscheinlichkeit für Singhofen vorhergesagt. Ab 15:00 Uhr lag die nach einigen Prognosen fast bei 80%. Alles in Allem habe ich also Bedingungen erwartet, die etwas tricky werden könnten. Und so ist es eben dann auch gekommen. 

Wir haben leider erst um 11:00 Uhr mit Schleppen angefangen, denn ob der zunehmenden Regenneigung am Nachmittag hätte ich gerne früher angefangen. Aber soweit ich das dann mitbekommen habe, war der Wind früher am Platz ziemlich stark und deshalb wäre es letztendlich mit früherem Anfangen eher mau gewesen. 

Bei solchen Aussichten sehe ich zu, dass ich möglichst beim ersten Paar des Tages bereits einen Schlepp mache, um schon mal einen Flug zu haben. So auch heute, wo ich den ersten Flug des Tages gemacht habe. Der Preis ist, dass man den Dummy spielt und die Bedingungen abchecken muss. Der Wind in der Höhe war wirklich kräftig. Aber es war nicht bockig und tatsächlich hat der Wind auch über den Tag erst einmal etwas nachgelassen. Mein zweiter Flug war dann durchaus thermisch. Ich bin im Schatten gestartet und nach etwa 50 Meter am Seil in die Sonne geflogen. Ab der Kante ging es gut hoch. Aber auch da hat der Wind in der Höhe die Thermik etwas weggeblasen. Ich dürfte dennoch den Flug des Tages damit gehabt haben, denn so richtig ging es bei den anderen Fliegern heute nicht. Und die waren zahlreich da. Viele Gastflieger vor allen Dingen.

Wobei es im Vorfeld lange so ausgesehen hat, als würde das Schleppen wegen zu geringer Beteiligung ausfallen. Nur 4 Flieger bis Freitag und am Ende waren es dann 14 Anmeldungen. Es war also ziemlich voll, auch wenn nicht alle angemeldeten Flieger da waren. Damit wurden auch die Pausen zwischen Flügen lange und ich habe nach dem 2. Flug schon eingepackt - auch wenn ich noch etwas geblieben bin. Was sich auch deshalb als richtig erwiesen hat, denn ich wäre nicht mehr zu einem 3. Flug gekommen. Gegen 14:00 Uhr kamen dunkle Wolken heran, es wurde labil, im Westerwald konnten wir Regen sehen und um 14:30 Uhr hat es auch bei uns am Platz angefangen zu regnen. Wir haben deshalb den Schleppbetrieb eingestellt und mit den ersten Regentropfen bin ich heimgefahren.

Freitag, 15. April 2022

Und nochema

Heute war wieder NW angesagt und ich bin gleich nochmal an dem MFK. Erst ein komplettes Jahr gar nicht mehr und dann direkt an 2 Tagen hintereinander. Zusammen mit dem Dienstag in Eschbach waren das 3 Flugtage am Hang in einer Woche. Das hatte ich schon sehr lange nicht mehr. Auch wenn die Ausbeute an Airtime recht gering ausgefallen ist. Heute war der Wind erheblich stärker wie gestern. Nachdem ich ca 14:15 Uhr an den Hang gekommen bin, habe ich erst einmal gewartet, bis die Bedingungen für mich fliegbar erschienen. Auch wenn zu der Zeit 2 Flieger bereits in der Luft waren, war mir das zu heftig. Und auch später habe ich erst einmal vorsichtig angefangen. 
Erst so zwischen 17:00 und 18:00 Uhr wurden die Bedingungen für mich richtig perfekt. Das war die Phase, wo der Wind von NW auf NO gedreht und einige Zeit dann richtig gut auf Nord gestanden hat. Dazu war der Wind zwar immer noch teils kräftig, aber nicht so bockig wie vorher. Zudem wurde es leer am Hang, denn die meisten Flieger sind vor dieser Phase bereits gegangen bzw. hatten eingepackt. Vorher war es schon ungewöhnlich voll am Hang. Könnten fast 20 Flieger gewesen sein. Leider hat der Wind dann um 18:00 Uhr weiter auf Ost dreht und wieder kräftig zugenommen. Damit war Schicht im Schacht und alle haben eingepackt.

Onlinetraining mit Ralph Steyer

Onlinetraining mit Ralph Steyer
Onlinetraining mit Ralph Steyer und anderen Autoren bei Video2Brain